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21.03.2008:Nach dem guten Saisonbeginn mit den ersten EC´s lief es ja Anfang des Jahres nicht mehr rosig und nach meinem Zusammenbruch im Einzel von Langdorf und der anschließenden Diagnose von leichtem Übertraining hatte ich schon das schlimmste befürchtet und mich innerlich damit abgefunden, dass die Saison auf internationaler Ebene für mich wohl beendet sein würde. Aber die Trainer gaben mir noch einmal die Chance mich in der EM-Vorbereitung zu beweisen, was mir wieder einen Strohhalm gab, an den ich mich klammern konnte und der mir Motivation gab. Leider hatte ich dort dann auch noch mit Halsschmerzen zu kämpfen, während die anderen ihr Trainingsprogramm durchziehen konnten. Dennoch gelang es mir, mich in den Wettkämpfen gegen Steve Renner durchzusetzen und ich konnte das letzte EM-Ticket in letzter Sekunde lösen. In Nove Mesto musste ich dann im Einzel erstmal zuschauen aber bekam meine Chance dann in den folgenden Wettkämpfen. Mit den Resultaten war ich ganz zufrieden, auch wenn es ohne Krankheit im Laufen sicher noch um einiges besser gegangen wäre. Danach stand abschließend noch der letzte EC in San Sicario auf den Olympiastrecken von 2006 auf dem Programm und ich wollte unbedingt einen guten Saisonabschluss, damit ich motiviert ins nächste Trainingsjahr starten kann.
Nach der Anreise waren wir jedoch alle erstmal ein bisschen mies drauf, da unser Quartier auf 2000m Höhe lag und die Regeneration etwas zu wünschen übrig ließ. Umso überraschender war dein mein erster EC-Sieg bei den Männern, den ich erst überhaupt nicht fassen konnte, da ich mich auf der Strecke richtig schlecht gefühlt hatte und in der zweiten Runde überlegt habe wie ich es ins Ziel schaffen sollte. Hab´s aber irgendwie geschafft und bin dazu noch zum ersten Mal fehlerfrei durchgekommen. Der zweite Platz im Verfolger rundete dann das nahezu perfekte Wochenende ab. Nachdem der DSV entschlossen hatte, nicht zum letzten EC zu bleiben obwohl die Wettkämpfe ebenfalls in San Sicario stattfanden, haben wir uns in einem kleinen Grüppchen von sechs Athleten plus Techniker zusammengeschlossen und sind auf eigene Kosten dort geblieben. Wir trainieren schließlich nicht das ganze Jahr, um dann Wettkämpfe auszulassen… Dieses kleine Abenteuer mit Selbstverpflegung in einer gemeinsamen Ferienwohnung und ohne Trainer war sehr lustig, entspannt und fand mit dem dritten Platz im Verfolger auch noch ein sehr schönes Ende. Somit bin ich mit meiner ersten Seniorensaison insgesamt doch sehr zufrieden und schaue optimistisch in die Zukunft! Vielen Dank auch an dieser Stelle an alle die mich während der Saison unterstützt haben und mir auch in den schwierigen Zeiten Kraft und Mut gegeben haben!
Jetzt bin ich erstmal mit ein paar Sportkollegen für ein paar Tage in den Skiurlaub gefahren und versuche den Kopf vor der anstehenden Ausbildung bei der Bundespolizei wieder ein bisschen frei zu kriegen…
Also viele Grüße aus dem sonnigen Südtirol und bis bald, euer Daniel!
26.12.2007:
Ja es gibt mich noch... Sorry, dass ich in letzter Zeit mal wieder nicht die Zeit gefunden habe, euch mit Infos zu versorgen und ich hoffe, dass ihr mich noch nicht vergessen habt. Die Ausbildung ist für dieses Jahr erstmal geschafft und wenn ich ehrlich sein soll bin ich auch ziemlich froh darüber, denn trotz des netten Umfelds war es doch sehr stressig und anstrengend. Also habe ich dann ab dem 6.8. in Oberhof am Stützpunkt trainieren können und jetzt bin ich mit der A und B-Mannschaft zum Trainingslehrgang in Obertilliach. Vergangene Woche ging es in Bad Hofgastein mit Mountainbiken, Schwimmen, Laufen und Rollern los und gestern sind wir hier nach Obertilliach umgezogen, um auf Rollern mehr in die Biathlonspezifik zu gehen. Leider wurde ich wieder mal von einem kleinen Grippevirus geplagt, aber dank unserem Team-Doc gehts mir mittlerweile wieder gut und ich kann voll trainieren. Jedoch geht es im Männerbereich doch ein wenig anders zur Sache und es ist doch ein Unterschied auf einmal mit den besten Athleten der Welt zu trainieren... Daher bin ich auch ziemlich kaputt und hoffe, dass ich mich trotzdem noch ausreichend regenerieren kann. Jetzt gehts schon wieder zur nächsten Einheit auf die Rollerbahn.
Viele Grüße, euer Daniel!
22.05.2007:
Jetzt ist schon wieder fast die Hälfte der Ausbildungsperiode rum und das Training ist auch wieder in vollem Gange und läuft bisher voll nach Plan. Letztes Wochenende war ich mit Christoph Stephan und Nik Langer für vier Tage zum relaxen und trainieren in Norwegen und konnte in meinem Traumland wieder richtig Kraft tanken. Es war einfach herrlich! Ansonsten gibt es nicht viel neues zu berichten. Das Training macht Spaß und nächstes Wochenende fahren wir zum Radfahren nach Obertilliach. Hoffentlich passt das Wetter. Also bis bald!
27.04.2007:
Oh mein Gott, jetzt hab ich mich zwei Monate nicht mehr gemeldet! Sorry dafür erstmal. Seit dem 1.4. hat die Ausbildung in Bad Endorf bei der Bundespolizei wieder begonnen und der Schulstress geht wieder los. Aber insgesamt gehts mir gut und ich bin hochmotiviert für die neue Saison! Hoffen wir mal, dass ich mich auch im Seniorenbereich behaupten kann. Ich melde mich jetzt sicher wieder öfter und gebe aktuelle "Lageberichte". Also bis bald!
P.S.: Auf www.biathlon-online.de ist auch ein kleines Interview mit mir veröffentlicht!
26.02.2007:
Gestern Abend bin ich von der Deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaft in Bayrisch-Eisenstein zurückgekehrt und kann euch von durchwachsenen Ergebnissen berichten. Wie schon gewohnt fanden die Wettkämpfe bei frühlingshaften Temperaturen statt, worunter die Strecke sehr gelitten hat und die Rennen zu einer Materialschlacht wurden. Zum Auftakt gab es am Freitag einen Einzel, bei dem ich leider nicht den besten Ski erwischt habe, aber mit 0/1/0/1 gut über den Schießstand kam und noch Vizemeister werden konnte. Der darauf folgende Sprint begann mit 3 Fehlern liegend denkbar ungünstig, aber dank fehlerfreiem Stehendschiessen konnte ich noch auf den fünften Platz kommen. Damit konnte ich an sich ganz zufrieden sein, aber da bei einem besseren Ergebnis noch die Chance auf einen Weltcupeinsatz in Lahti bestand war ich natürlich erstmal über meine eigene Leistung etwas verärgert. Gestern stand zum Abschluss noch einmal ein Sprint mit Nachladern auf dem Programm, in dem ich die mit Abstand schnellste Laufzeit bringen konnte, aber leider stehend zweimal in die Strafrunde musste und wieder Platz fünf erreichte. Also unterm Strich durchschnittliche Leistungen mit Lichtblicken im Laufen und Schiessen. Ich hoffe, dass ich die jetzt anstehende kurze "Ruhephase" bis zu den nächsten Wettkämpfen noch einmal gut nutzen kann, um meine Saison dann auch versöhnlich abzuschliessen. Bis bald, Daniel!
14.02.2007:
So, die ersten beiden Aufgaben hier in Nove Mesto sind erledigt und waren ein hartes Stück Arbeit, denn bei sommerlichen Temperaturen ist die Strecke dermaßen tief, dass an schönes Skilaufen kaum zu denken ist. Also heißt es, sich durchkämpfen, da ja alle anderen auch mit den schlechten Bedingungen klar kommen müssen... Gestern war ich nach der überstandenen Krankheit eigentlich positiv von meiner Laufleistung überrascht, aber kam durch mein schlechtes Schießen (1/3) nicht über den achten Platz hinaus. Heute stand dann nocheinmal ein Sprint an und ich merkte jetzt doch den Kraftverlust und hatte vom ersten Meter an sehr zu kämpfen. Liegend kam ich mit einer schnellen Null sehr gut weg und war bis dahin sehr zufrieden. Stehend handelte ich mir dann aber vier Strafrunden ein und fiel noch auf den 12. Platz zurück. Irgendwie bekomme ich den Stehendanschlag zur Zeit nicht so in den Griff. Damit ist die Ausgangsposition für den Verfolger morgen natürlich denkbar ungünstig, aber ich werde einfach versuchen noch einmal ein gutes Schießergebnis zu erzielen und auf der Strecke wird man sehen, was die Form noch hergibt. Soviel erstmal dazu... Also bis bald!
12.02.2007:
Zu meiner großen Überraschung und Freude habe ich gerade in meinem Zimmer in Nove Mesto (CZE) beim EC Internetempfang entdeckt und kann euch so mal wieder ein paar Neuigkeiten zukommen lassen. Nachdem sich meine Erkältung als relativ hartneckig zeigte und ich leider drei Tage nur liegend absolviert habe, konnte ich am letzten Dienstag wieder erste sportliche Schritte setzen und bin dann am Donnerstag aufgrund von Schneemangel im Harz nach Oberhof gefahren, um dort zu trainieren. Die Bedingungen waren dort hervorragend, aber leider merkte ich schnell, dass die Form doch stark unter der Krankheit gelitten hat, denn im direkten Vergleich mit Christoph Stephan sah es doch sehr schlecht aus. Aber das war ja zu erwarten. Dennoch bin ich gestern mit nach Nove Mesto gefahren und hoffe, die mangelnde Laufform durch gute Schießergebnisse etwas kompensieren zu können. Morgen findet der erste Sprint statt, an den dann am Mittwoch und Donnerstag noch ein weiterer Sprint und ein Verfolger anschließen. Den morgigen Wettkampf will ich locker angehen und erstmal testen, wie ich mich im Wettkampf fühle und dann werde ich ja sehen, was am Mittwoch und Donnerstag machbar ist. Ich melde mich sicher zwischen den Wettkämpfen mal mit den ersten Eindrücken. Bis dahin!
2.02.2007: JUNIORENWELTMEISTER!!!!
Insgesamt lässt sich sagen, dass wir eine super Stimmung in der gesamten Mannschaft hatten, was sicher nicht unwesentlich zum Erfolg beigetragen hat. Im Vordergrund steht meist die persönliche Leistung, aber letztlich ist dieser Erfolg ein Teamerfolg, zu dem sehr viele Bausteine gehören und ich bedanke mich ganz herzlich bei allen, die daran beteiligt sind und waren!
Jetzt habe ich mir leider eine Erkältung eingefangen, aber der Zeitpunkt könnte wohl besser nicht sein. Deshalb werde ich erstmal ein bisschen relaxen und wenn ich fit sein sollte, geht es am 11.2. nach Nove Mesto (CZE) zum nächsten Europacup.
Viele Grüße und bis bald, Daniel!
31.12.2006:
Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch und win frohes, gesundes und schneereiches Jahr 2007!!!
20.12.2006:
Ich wünsche euch alle einen fleißigen Weihnachtsmann und ruhige und besinnliche Tage!
9.12.2006:
"Ein Satz mit x, ..." Einen schlechteren Saisoneinstieg hätte ich mir eigentlich nicht vorstellen können. Platz 18 im Sprint mit 2/1 und fast 1:49 Minuten Rückstand. Darüber muss man wohl keinen Kommentar mehr verlieren. Bei extremem Schneefall und sehr tiefer Strecke kam mir meine niedrige Startnummer nicht gerade zu Gute und ich musste erstmal "Schneepflug" spielen. Aber die Bedimgungen allein sind natürlich nicht Schuld am Ergebnis. Ich kam einfach nicht in den Wettkampf und meine Beine waren schon in der ersten Runde völlig verkrampft. Dabei lief es in den letzten Wochen doch so gut und ich konnte das Laufniveau problemlos mitbestimmen. Aber vielleicht war ich einfach zu verkrampft und wollte zuviel. Anders kann ich mir diese Blockade nicht erklären. Naja aber was hilft ewiges hätte, wenn und aber. Ich werde morgen winfach versuchen lockerer in den Wettkampf zu gehen und am Schießstand konzentriert arbeiten und hoffe, dass dann auch das Ergebnis wieder stimmt. Angeblich soll sich das Wetter auch ein bisschen normalisieren. Also auch von dieser Stelle Gratulation an meine Teamkollegen, die die Plätze eins bis fünf belegen konnten. Also morgen auf ein Neues! Bis dann
7.12.2006:
Ein kleines Lebenszeichen aus Obertilliach: Wir sind gestern Mittag angekommen und ich war von der Strecke positiv überrascht, doch über Nacht hat es geregnet und die Wärme nagt doch sehr an der Strecke und man kann nur hoffen, dass es in den nächsten Tagen etwas kälter wird. Also ich werd mich wieder melden wie es gelaufen ist und dann bis bald!
5.12.2006:
2.12.2006:
Viele Grüße und bis bald!
2.10.2006:
Die Deutsche Meisterschaft ist schon wieder Vergangenheit und ich möchte nochmal kurz die Ereignisse der letzten Zeit kommentieren, damit ihr wieder auf dem Laufenden seid.
Los ging es mit Sprint und Verfolgung in Altenberg und wir mussten mit starkem Wind kämpfen, was mehr oder weniger gut gelang. Im Sprint musste ich leider dreimal in die Strafrunde abbiegen und auch läuferisch lief nicht viel zusammen. Also ging ich ziemlich abgeschlagen in den Verfolger und konnte mich mit der zwölften Tageszeit und vier Schießfehlern noch von Rang 34 auf 18 verbessern. Mit diesem guten Gefühl ging es dann nach Oberhof, wo ich im meine Laufform endgültig fand, aber wieder am Schießstand patzte. So reichte es nur zu den Plätzen 27 im Einzel und 16 im Selektionsrennen, wo ich sogar kurzzeitig in Führung gehen konnte. In Ruhpolding stand dann noch eine Staffel an, bei der ich eine ganz gute Leistung ablieferte und mit der maximalen Anzahl an Nachladern wenigstens nicht in die Strafrunde musste. Im abschließenden Massenstart gelangte ich dann an meine körperlichen Grenzen, denn sechs Wettkämpfe in so kurzer Zeit hinterlassen doch ihre Spuren. Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden mit den Resultaten, auch wenn die Schießleistung teilweise indiskutabel war. Um dies zu ändern habe ich noch einmal mit meinem Schießtrainer eine gründliche Analyse betrieben und weiß woran ich zu arbeiten habe und werde dies sicher bis zum Winter intensiv tun. Im läuferischen Bereich passt nach meiner Einschätzung alles ganz gut und ich kann gelassen in die nächsten Wochen der Schneevorbereitung starten, die am nächsten Sonntag mit einem zwölftägigen Lehrgang auf dem Dachsteingletscher beginnt. Diese Woche werde ich nocheinmal viel Grundlagentraining auf den Skirollern absolvieren, um fit in den Lehrgang zu starten, da in der letzten Woche nur Regeneration auf dem Plan stand. Also bis bald!
Die Ergebnisse der DM gibts hier!
4.09.2006:
Kurz vor der Deutschen Meisterschaft wollte ich mal wieder ein Lebenszeichen von mir geben... Also ich habe die Ausbildung wie man sieht unversehrt überstanden und kann mich jetzt wieder voll und ganz der sportlichen Seite meines Lebens widmen. Im August war ich nochmal für eine Woche mit dem C-Kader in Ruhpolding, wo wir super trainieren konnten und meiner Meinung nach einen guten Schritt in die richtige Richtung gemacht habe. Leider war ich davor wieder einmal mit Fieber und allem drum und dran von einer Sommergrippe heimgesucht worden, aber ich hoffe mal ganz stark, dass sich die Krankheiten damit für dieses Jahr erledigt haben. Dennoch lief es leistungsmäßig garnicht so schlecht und beim anschließenden BPOL-Lehrgang in Altenberg ging es auch mit jedem Tag besser. Jetzt bin ich erstmal bis zur DM (13.-24.9.) zu Hause und werde hier die direkte Wettkampfvorbereitung absolvieren. Das Wetter hat ja leider in letzter Zeit etwas zu wünschen übrig gelassen, aber das tut der Motivation keinen Abbruch. Ich fühle mich der Jahreszeit entsprechend fit und gehe die nächsten Wochen relativ gelassen an, da die DM in diesem Jahr auch nur der Formüberprüfung gilt und keinerlei Qualifikationswert hat. Dennoch will ich natürlich wie in jedem Wettkampf das Optimum rausholen ;-) Nach den zehn Tagen, die sicherlich ziemlich anstrengend und stressig werden ist nochmal eine Woche Sonne tanken mit Christoph Stephan geplant und dann steht dem Winter eigentlich nichts mehr im Wege. Hoffentlich läuft auch alles so wie geplant und ich werde euch über die anstehenden Ereignisse auf dem Laufenden halten.
Ciao aus dem Harz!
P.S.: Den Terminplan der DM gibts unter www.biathlon-online.de
15.07.2006:
Nachdem ich mich mal wieder Ewigkeiten nicht gemeldet hab, möchte ich mal kurz die aktuelle Situation und die letzten Wochen beschreiben. Von der Ausbildung gibt es eigentlich nicht viel spannendes zu erzählen und im Training geht es langsam voran und ich denke, dass ich im Hinblick auf den Winter insgesamt auf einem guten Weg bin. Leider kam mir in der letzten Woche mal wieder eine Erkältung in die Quere, die auch nicht so schnell wieder abklingen wollte, aber mittlerweile bin ich wieder hundertprozentig gesund und hoffe mich so schnell wie möglich wieder an die Trainingspartner rankämpfen zu können. Seit Montag bin ich auch mit dem C-Kader zu einem einwöchigen Lehrgang in Obertilliach und kann hier sehr gut trainieren. Heute haben wir bei herrlichem Wetter eine fünfstündige Mountainbiketour gemacht und jetzt bin ich froh in meinem Bett zu liegen und einfach ein bisschen zu regenerieren, damit die nächsten Einheiten auch noch gut ablaufen. Im Schiessen geht es auch gut voran, da ich seit ca. vier Wochen einen neuen Schaft habe und auch das Schießtraining mit unserem Bundespolizeitrainer langsam Früchte trägt. Nachher steht noch ein lockeres Fußballspiel an und heute Abend werden wir mal kurz nach Italien fahren, um eine schöne Pizza zu genießen, bevor ich mich wohl mit meinem altbewährten Zimmerkollegen Christoph Stephan wieder vor den PC lege um eine DVD vor dem schlafen zu schauen. Tja jetzt wisst ihr mal wieder mehr und auch wie ein Trainingstag auf unseren Lehrgängen aussehen kann... Ab Montag geht dann der Alltag wieder los und ich muss die Schulbank nochmal für drei Wochen drücken, bevor die Ausbildungsperiode geschafft ist und die ganze Konzentration der sportlichen Seite gilt. Also drückt mir weiterhin die Daumen, dass alles so gut verläuft wie geplant und erhofft. Viele Grüße aus Osttirol und bis bald!
5.05.2006:
So, nach langer Zeit möchte ich mich mal wieder bei euch melden. Mittlerweile ist schon ein Monat der Ausbildung vorüber und es gefällt mir immer noch sehr gut hier in Bad Endorf. Seit vergangener Woche bin ich auch wieder ins Training eingestiegen und werde die Umfänge jetzt kontinuierlich ein wenig steigern. Zunächst wird sich der Hauptteil auf allgemeinen Trainingsmitteln abspielen und das Rad wird einen wesentlichen Teil des Trainingsplanes einnehmen, da ich auch im Juni (16.-18.6.) wieder am Bikebiathlon in Altenberg teilnehmen möchte. Ansonsten steht Ende Mai noch ein C-Kader-Lehrgang in München an, bei dem das Hauptaugenmerk auf die Schießausbildung und die sportmedizinische Untersuchung an der Uniklinik gelegt werden wird. In der Ausbildung läuft auch alles nach Plan und ich denke, dass sich Lern- und Trainingszeiten hier bei der Bundespolizei wirklich sehr gut vereinbaren lassen, wenngleich ich zugeben muss, dass es auch Tage gibt, an denen man um halb neun ins Bett fällt, weil es mitunter sehr stressig ist. Dennoch bin ich, wie gesagt, sehr zufrieden hier und freue mich auf die weiteren drei Monate. Ich hoffe, dass ich euch einen kleinen Einblick in die letzten Wochen geben konnte und dass ich mich in der nächsten Zeit auch öfter mal melden kann. Also bis dahin viele Grüße aus dem Chiemgau!
8.04.2006:
So, jetzt ist auch die erste Ausbildungswoche geschafft und ich bin eigentlich durchweg zufrieden. Ich teile mir hier in Endorf ein Zimmer mit Nik Langer und Christoph Stephan und wir haben ne Menge Spaß... Auch der Unterricht ist ok, wenn auch manchmal nicht sonderlich spannend. Aber ich denke, dass ich auch das meistern werde. Trainingsmäßig ist in der letzten Zeit nicht mehr viel passiert und es beschränkt sich eher auf lockeres Fußballspielen. Heute saß ich bei dem traumhaften Frühlingswetter aber das erste Mal in diesem Jahr auf dem Rennrad und nach Ostern werde ich dann wieder richtig einsteigen und die nächste Saison in Angriff nehmen. Mehr gibt es im Moment eigentlich garnicht zu sagen und ich werde euch natürlich auch weiter auf dem Laufenden halten. Bis dann!
31.03.2006:
So langsam kehrt der Frühling ein und man kann dem Schnee förmlich beim Schmelzen zusehen... Der Skadi-Loppet verlief für mich sportlich eher bescheiden, war aber ein schönes Erlebnis und ein guter Saisonabschluss. Im Sprint bin ich leider schon im Viertelfinale ausgeschieden und musste anerkennen, dass die Spezialisten vielleicht doch ein wenig abgezockter sind. Am Samstag über 30 Kilometer ging es vom Start weg ziemlich zäh, aber ich konnte mich bis Kilometer 20 in einer großen Spitzengruppe behaupten und kam auch immer besser in Fahrt. Leider habe ich einen typischen Anfängerfehler begangen, der eigentlich nicht passieren darf, denn ich dachte, dass ich die Strecke ohne zu Essen durchstehe. Zwar habe ich an den Verpflegungsposten immer Elektrolytgetränke zu mir genommen, aber dennoch ereilte mich dann ab Kilometer 25 der berühmte Hungerast und ich konnte einfach nichts mehr zusetzen und kam mit einigen Minuten Rückstand und sehr sauer auf mich selbst ins Ziel. Letztlich reichte es noch zu Rang fünf bei den Junioren. Am Sonntag über 42 km klassisch habe ich leider etwas in der Wachskiste daneben gegriffen und musste das Rennen nach ca. 15 km wegen Stollen aufgeben. Soviel dazu und nächstes Jahr vielleicht auf ein Neues... Damit ist die lange Saison 2005/2006 nun endlich abgeschlossen und ich kann sehr positiv darauf zurückblicken. Nachdem ich nach der verkorksten letzten Saison doch ziemlich an mir gezweifelt hatte, kann ich nun sagen, dass sich die harte Arbeit des vergangenen Jahres gelohnt hat und ich voll motiviert in das nächste Trainings- und Wettkampfjahr gehen werde. Nun steht aber zunächst auch die Ausbildung bei der Bundespolizei in Bad Endorf an, die am Montag beginnt und auf die ich sehr gespannt bin. Sicher wird auch das einiges an Lernarbeit mit sich bringen, aber ich freue mich auf diese neue Erfahrung und auch auf das Training mit meinen "Kollegen" über den Sommer hinweg. Auch sportlich sehe ich diesem Millieuwechsel sehr optimistisch entgegen und bin zuversichtlich, mich auch in diesem Jahr noch einmal ordentlich steigern zu können. Also werde ich morgen aufbrechen und zunächst einen Abstecher nach Altenberg machen, wo ich mir einen neuen Schaft anfertigen lasse und dann weiter nach Bad Endorf reisen, von wo ich euch aber sicher auch mit neuen Informationen versorgen werde. Also bis dahin alles Gute und genießt den kommenden Frühling, denn bald ist wieder RADWETTER!!!
14.03.2006:
Zum vergangenen Wochenende lässt sich eigentlich nur sagen, dass ich frei nach dem olympischen Gedanken teilgenommen habe, da die Ergebnisse alles andere als positiv ausgefallen sind :-). Im Sprint lief es zunächst garnicht schlecht und ich konnte gut mitlaufen, aber durch 1/3 und Platz 14 habe ich mir schon wieder einmal eine denkbar schlechte Ausgangsposition für den Verfolger eingehandelt. Hinzu kam noch die Höhe, mit der ich seit eh und je zu kämpfen habe und auch diesmal nicht richtig zurecht kam. Im Verfolger waren dann Bedingungen, die am Rande der Regularität eines Wettkampfes einzuordnen sind (ähnlich wie in Pokljuka), da es uns fast weggeweht hätte. Die Folge waren 15 Fehler und ein Tag an dem man besser im Bett geblieben wäre. Als Fazit kann man also sagen, dass ich mir die Strecken und den Schießstand für eine mögliche JWM im nächsten Jahr angeschaut habe und denke, dass mir das Streckenprofil eigentlich ganz gut liegen müsste. Aber ich weiß gleichzeitig auch, dass ich frühzeitig anreisen muss, um mich an die Höhe zu gewöhnen.
In dieser Woche werde ich noch einmal das schöne Harzer Winterwetter auf Ski geniessen, um dann gut vorbereitet in den Bayerwald zu fahren. Bis dann!
6.03.2006:
Sorry, dass seit meinem letzten Bericht wieder so viel Zeit vergangen ist, zumal es einiges zu berichten gibt. Nachdem ich wie gesagt nicht so recht wusste, wo ich nach meiner Krankheit stand, reiste ich mit sehr gemischten Gefühlen nach Oberhof zur Deutschen Meisterschaft und rechnete mir keine grossen Chancen auf eine gute Platzierung aus. Im Einzel hatten wir dann mit schwierigen Bedingungen (Nebel und Wind) zu kämpfen und ich leistete mir leider sieben Fehler, womit ich nur auf Platz 11 landen konnte. Dennoch war ich von dem Tag positiv überrascht, da ich entgegen meiner Erwartungen die schnellste Laufzeit im ganzen Feld lief und daher deutlich entspannter auf den anstehenden Sprint blicken konnte. Nachdem am nächsten Tag wegen Oberhofer Nebelwetter an Biathlon nicht zu denken war, wurde der Sprint auf Kosten der Staffel um einen Tag verschoben. Hier musste ich zwar wieder zweimal in die Strafrunde, aber läuferisch lief es gut ich konnte mir die Bronzemedaille sichern. Damit war dann auch die Qualifikation für die Europameisterschaft gesichert, woran ich nach der Krankheit ja garnicht mehr gedacht hatte. Also habe ich mich noch einmal mit relativ lockerem Training vorbereitet, um meinem Körper etwas Ruhe zu gönnen, da ich wusste, dass uns in Langdorf schwere Strecken und vier harte Wettkämpfe erwarten, die viel Kraft kosten. Also ging es letzten Dienstag mit dem Einzel los, der in diesem Jahr eher zu meinen Schwachstellen zu zählen war, da die Schiessergebnisse zu Wünschen übrig liessen. Auch läuferisch ging es relativ zäh los und ich hatte kein sonderlich gutes Gefühl auf der Strecke. Mit 0/1/0/2 konnte ich am Schiessstand aber recht zufrieden sein, auch wenn zwei Fehler beim letzten Schiessen sehr ärgerlich sind. Da ich ausserdem mit Startnummer 4 ins Rennen gegangen bin, hatte ich noch keine Vergleichszeit und musste lange warten, bis ich meine Leistung einschätzen konnte. Am Ende kam nur noch ein Russe mit viermal null vor mir ins Ziel und ich konnte mich über die Silbermedaille freuen, die meine Erwartungen damit schon voll erfüllte. Im Sprint lief es dann weniger gut und ich kam mit 2/2 und zwei Minuten Rückstand nur auf den 16. Platz, der eine denkbar ungünstige Ausgangsposition für die Verfolgung darstellte. Da ich am Morgen des Verfolgers dann auch noch mit Halsschmerzen aufwachte, habe ich lange überlegt, ob ich überhaupt an den Start gehen sollte, oder mich lieber für die Staffel schonen sollte. Letztlich entschied ich mich aber für den Start und ging läuferisch sehr verhalten an und wollte über ein gutes Schiessergebnis noch möglichst weit nach vorn kommen. Das gelang mir mit 0/1/0/1 auch und ich konnte auf Rang sechs und mit der schnellsten Tageszeit ins Ziel laufen. In der abschliessenden Staffel konnten wir in der Besetzung Norman Jahn, Daniel Böhm, Sebastian Berthold und Christoph Stephan hinter überragenden Russen noch einmal Zweite werden und ich kann mit zwei Medaillen ein positives Fazit der EM ziehen. Jetzt heisst es erstmal wieder etwas regenerieren und am Wochenende steht mit dem Europacup in Martell das Saisonfinale an, bei dem es mir in erster Linie darum geht, die Strecken und den Schiessstand noch einmal richtig kennenzulernen, da dort im nächsten Jahr die Junioren-WM stattfinden wird. Also bis dann!
11.02.2006:
Endlich hab ich mal Zeit gefunden, mich wieder um meine Homepage zu kümmern. Nach der WM, die übrigends ein tolles - und für mich auch erfolgreiches - Erlebnis war, wurde ich nämlich neben dem Jetlag auch noch von einer leichten Mandelentzündung heimgesucht und musste mich zunächst mal um meine Gesundheit kümmern. Am Donnerstag konnte ich dann nach fünf Tagen ohne Training endlich wieder auf die Ski und muss mich jetzt langsam wieder an meine Form rankämpfen. Heute haben wir noch einmal ein Testrennen gemacht, in dem ich mich läuferisch noch sehr schwach gefühlt habe, aber wenigstens am Schiessstand mit 0/1 wieder einmal ein vernünftiges Resultat produziert habe. Das war ja leider in den USA nicht der Fall und ich hoffe, dass ich dieses kleine Tief jetzt überwunden habe.
Um noch einmal auf die WM einzugehen, kann ich nur sagen, dass ich sehr zufrieden nach Hause gekommen bin, auch wenn hier und da sicher noch der ein oder andere Platz nach vorne möglich gewesen wäre. Aber für meine erste JWM war das schon gut und ich kann nächstes Jahr noch einmal angreifen.
Für alle die, die noch keine Ergebnisse mitbekommen haben, fasse ich die zehn Tage noch einmal kurz zusammen. Im Sprint konnte ich mit 2/1 Elfter werden und war damit meinem Minimalziel (Top-Ten) schon recht nah. Im Verfolger lief es dann noch besser und ich konnte mit 1/0/2/1 noch auf den sechsten Rang vorlaufen. Leider haben mich nur 0,2 bzw. 0,8 Sekunden von den Plätzen vier und fünf getrennt und zur Bronzemedaille fehlren lediglich acht Sekunden. Aber wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass ich bei der der JWM unter die ersten sechs laufe, hätte ich ihm das sicher nicht geglaubt. Der EInzel ging dann leider komplett daneben und war mit zehn Fehlern und Platz 39 ein Wettkampf, den man lieber schnell vergisst. In der abschliessenden Staffel, die von Sturm und schweren Schießbedingungen geprägt war, konnten wir (Norman Jahn, Jens Zimmer, Christoph Stephan und ich) dann trotz zwei Strafrunden noch die Bronzemedaille erkämpfen und mussten nicht mit leeren Händen nach Hause fahren. Im Nachhinein kann man sich zwar etwas ärgern, da wieder nur wenige Sekunden ganz nach vorne gefehlt haben, aber nun ist es vorbei und wir haben die angestrebte Medaille, egal in welcher Farbe. Auch abseits der Wettkämpfe war die WM eine schöne Erfahrung und wir wurden in den USA sehr gastfreundlich und mit offenen Armen empfangen. Lediglich das Essen hat mitunter sehr zu Wünschen übrig gelassen, doch auch das haben wir überlebt ;-).
Ich hoffe jetzt, dass ich bis Freitag wieder einigermaßen in Form komme, um mich bei den Deutschen Meisterschaften in Oberhof eventuell noch einmal für die Europameisterschaften im Bayerwald Ende Februar qualifizieren zu können. Aber selbst wenn das nicht klappen sollte, ist die Saison insgesamt doch sehr zufriedenstellend für mich verlaufen. Also soviel erstmal dazu und bei Fragen könnt ihr mir ja jederzeit schreiben. Bis bald, euer Daniel!
23.01.2006:
So, nach Ewigkeiten bin ich mal wieder online und wollte euch kurz mit dem neuesten Stand der Dinge versorgen. Wir haben wie angekündigt Anfang Januar unsere WM-Vorbereitung in Bodenmais im Bayerwald absolviert und konnten dort bei traumhaften Bedingungen alles umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Von dort aus ging es dann zum nächsten EC nach Altenberg, wo ich leider m Sprint mit 2/2 nur auf Rang sieben kam, was vom Ergebnis her nicht schlecht ist, aber die Schiessleistung lässt doch zu wünschen übrig. Am nächsten Tag in der Verfolgung sah es am Schiessstand bei Nebel und Sturm auch nicht besser aus und ich musste wieder 7 mal in die Strafrunde. Letztlich hat es jedoch noch zu einem guten 6. Platz gereicht. Danach ging es weiter nach Ridnaun, wo ich meine Schiessmisere im Einzel mit abermals 7 Fehlern fortsetzte und wieder auf Platz sechs einkam. Den darauffolgenden Sprint habe ich wegen leichter Halsschmerzen vorsichtshalber ausgelassen, da ich vor der WM nichts riskieren wollte. Zum Abschluss konnte ich jedoch in der Staffel noch einmal einen guten Wettkampf zeigen, bei dem es auch am Schiessstand wieder funktionierte. Läuferisch passt es insgesamt ganz gut denke ich, aber im Schiessen muss die nötige Sicherheit erst wieder zurück kommen. Morgen geht es dann ab Frankfurt Richtung USA und ich hoffe, dass ich dort einfach eine für mich zufriedenstellende Leistung abliefern kann. Bis bald und ich melde mich wenn ich wieder zurück bin!
P.S.: Auch an dieser Stelle nochmal vielen Dank für eure Glückwünsche!
18.12.2005:
So, jetzt ist der erste Wettkampfblock abgeschlossen und ich kann mich beruhigt auf Weihnachten freuen, da ich mir das schönste Geschenk schon selbst bereitet habe. Durch zwei gute Wettkämpfe in Windischgarsten beim dritten Europacup habe ich die Ausscheidung zur Junioren-WM gewonnen und bin somit als einer von drei Aktiven schon jetzt fest nominiert :-) Damit ist mein Saisonziel schon mehr als erfüllt und ich kann ganz relaxed und ohne Druck die anstehenden Wochen starten. Im Sprint am Freitag habe ich mir leider insgesamt drei Fehler geleistet, hatte aber sehr gute Ski und habe mich auch im Laufen gut gefühlt, sodass es noch zu einem 7. Platz gereicht hat. Am Samstag im Verfolger fühlte ich mich läuferisch vom ersten Meter an schwach und hatte im Verlauf des Rennens mit leichten Bauchschmerzen zu kämpfen. Dank einer soliden Schiessleistung (0/2/1/0) reichte es aber noch zu einem fünften Platz und ich kann damit ganz zufrieden sein. Resümierend lässt sich sagen, dass ich meine eigenen Erwartungen bei den ersten ECs weit übertroffen habe und die gute und konsequente Vorbereitung sich also ausgezahlt hat. Jetzt freue ich mich auf ein paar ruhige Tage mit reduziertem Training, bevor es am 27. noch einmal für vier Tage nach Ruhpolding geht und dann am 4. Januar die unmittelbare WM-Vorbereitung im Bayerischen Wald startet. Im Januar werden dann noch zwei ECs als Vorbereitung mitgenomen (Altenberg und Ridnaun), bevor es am 24.1. nach Maine/USA geht. Ich freue mich jetzt schon darauf und gehe hochmotiviert in Vorbereitung! Druck mache ich mir aber selbst nicht, da ich mit der Teilnahme schon mehr erreicht habe, als erwartet und dann schauen wir mal, was letztlich dabei rauskommt.
Ich möchte auf diesem Wege auch allen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen! Alles Gute und bis bald!
13.12.2005:
Sorry, dass ich mich erst jetzt wieder melde, aber ich hatte in letzter Zeit einfach nicht die Gelegenheit ins Internet zu kommen, da ich nach dem Schwedenlehrgang nur zwei Tage zu Hause war und dann schon wieder nach Obertilliach gefahren bin, wo die ersten beiden Europacups stattgefunden haben. Das erste Wettkampfwochenende war als Saisonstart gedacht und zählte noch nicht zur DSV-interenen Ausscheidung zur JWM. Ich konnte aber mit einem 5. Platz im Einzel und einem 7. Platz im Sprint bei meinen ersten internationalen Wettkämpfen recht gute Ergebnisse erzielen und war dementsprechend motiviert für die ersten "wichtigen" Aufgaben. Leider wurde mein Zimmerpartner dann von einer leichten Erkältung heimgesucht, woraufhin ich sofort das Quartier gewechselt habe und schon mit dem Schlimmsten gerechnet hab. Glücklicherweise ist mein Immunsystem in diesem Jahr sehr zuverlässig und ich blieb von Husten und Schnupfen verschont. Am Samstag stand dann bei -15°C und traumhaftem Winterwetter wieder ein Sprint an und ich konnte mit 1/1 und einer guten Laufleistung (mit Top-Ski) auf dem vierten Platz einkommen, womit ich extrem zufrieden war, da auch für den darauffolgenden Verfolger eine sehr gute Ausgangsposition gegeben war. Am Sonntag war es dann nochmal ein paar Grad kälter, was mich aber nicht sonderlich gestört hat. Ich kam mit zweimal Null liegend super in den Wettkampf und konnte trotz 2/1 im Stehendschiessen meinen ersten Europacupsieg sichern. Insgesamt lief also alles weit über meinen Erwartungen und ich bin sehr froh, dass sich das harte Training ausgezahlt hat. Gestern bin ich dann nach Bad Endorf in die Sportschule gefahren und habe heute noch einmal lockeres Lauftraining absolviert, bevor es dann morgen früh weiter nach Windischgarsten zum nächsten EC geht. Ich hoffe, ich kann an meine guten Leistungen anknüpfen und mir weiterhin die Chance auf eine JWM-Teilnahme bewahren. Die Ergebnisse der Europacups gibt es unter www.biathlonresults.com
Bis bald!
21.11.2005:
Heute war wie angekuendigt der erste Testwettkampf und puenktlich dazu kam auch das extreme Winterwetter mit -10 Grad, Schneefall und Sturm (also ideale Bedingungen fuer einen Biathlonwettkampf...). Dennoch wurde der Wettkampf wie geplant durchgefuehrt und ich kann mit dem Ergebnis insgesamt sehr zufrieden sein. Auf die Schiessleistung kann man an solch einem Tag eh eher weniger Wert legen, da zum Teil Sturmböhen kamen, die ein vernuenftiges Zielen unmöglich machten. Die Laufleistung passt aber in meinen Augen schon ganz gut, auch wenn wir leider im Gegensatz zu den anderen Nationen eher durchwachsene Ski hatten, der wir nicht mit Neuschnee gerechnet hatten, der aber puenktlich zum Anschiessen kam. Morgen ist dann erstmal Ruhetag und am Mittwoch und Donnerstag werde ich noch mal etwas längere und lockere Grundlageneinheiten absolvieren. Soviel dazu und bis bald!
Ergebnisliste (einfach anklicken)
20.11.2005:
Leider sind die ersten Europacups ausgefallen bzw. auf unbestimmte Zeit verschoben worden, da die Schneelage in den Austragungsorten keine Wettkämpfe zuliess. Daher sind wir noch immer in Kiruna und absolvieren unser Vorbereitungstraining bei tarumhaftem, skandinavischem Winterwetter (-10 Grad und Sonnenschein - wenn sie mal draussen ist). Ich denke, dass ich relativ gut drauf bin, auch wenn man nach drei Wochen doch langsam muede wird. Morgen steht dann die erste Leistungsueberpruefung an, da wir einen Testwettkampf mit den Schweden und Italienern absolvieren. Danach werde ich sicher schlauer sein, da die beiden Teams mit zahlreichen Weltcupathleten vertreten sind und somit eine objektive Standortbestimmung garantiert ist. Aufgrund des mittlerweile doch sehr kalten Wetters werden wir den Sprint aber erst um Zwölf starten, was eigentlich nicht so meine Zeit ist ;-), aber wird schon hinhauen. Ich werde mich dann mit den Ergebnissen so schnell wie möglich melden. Ansonsten gibt es nicht viel neues zu berichten. Ich werde am Freitag fuer ein paar Tage nach Hause fahren, bevor es dann Anfang/Mitte nächster Woche nach Obertilliach geht, wo eventuell der ausgefallene Europacup nachgeholt werden soll. Das werden wir aber wahrscheinlich morgen erfahren, da die IBU ihre Entscheidungen dann bekanntgeben will. Also es herrscht wie ihr seht immer noch keine Klarheit ueber die nächsten Wochen, aber ich bin zuversichtlich, dass unser Trainingskonzept aufgeht und freue mich auf den Saisonstart. Bis bald!
12.11.2005:
Habe hier in Kiruna jetzt endlich einen Internetanschluss auftreiben können und will euch daher ein kurzes Statement zum bisherigen Lehrgang geben. Nachdem wir am Mittwoch gut angekommen waren und unsere Unterkunft in einer Art Volkshochschule bezogen hatten, gings am Donnerstag mit den ersten Schneekilometern los und ich war positiv ueberrascht, wie gut es ging. Mit den Einzelheiten des Trainings will ich euch jetzt mal verschonen, aber ich denke auf jeden Fall, dass ich fuer den momentanen Zeitpunkt sehr gut drauf bin und freue mich auf die ersten Wettkämpfe, falls sie denn bei der momentanen Wetterlage mal stattfinden können ;-), denn es sieht ja zur Zeit alles andere als gut aus, was den Schnee angeht und der erste Europacup wurde leider auch schon abgesagt. Kann man nur hoffen, dass sich in den nächsten Tagen/Wochen etwas tut und wir nicht ewig hier oben bleiben muessen um Skilaufen zu koennen. Hier trainieren wir mit VIELEN Anderen auf einer 3 km langen Kunstschneerunde, was irgendwann auch eintönig wird. Bisher gefällt es mir aber noch sehr gut und es ist allemal besser, als zu Hause zu sitzen und auf den Schnee zu warten... Das Essen ist auch super und absolut nicht so spartanisch, wie man es mir angekuendigt hatte. Also lässt sich sagen, dass es mir alles in allem sehr gut geht und wir von der Vorbereitung her wohl die besten Möglichkeiten geniessen, die Europa momentan zu bieten hat. Dennoch hoffe ich, dass auch weiter suedlich langsam mal etwas Schnee fällt und alles planmässig weitergehen kann. Jetzt seit ihr erstmal auf dem neuesten Stand und wenn sich was Neues ergibt werde ich mich sicher wieder melden. Bis bald und "hej da" aus Schweden!
31.10.2005:
26.10.2005:
Jetzt habe ich zum Glück wieder zwei Herbstwochen gesund überstanden und konnte mein Trainingspensum wie geplant umsetzen. Dabei hat sicher auch das herrliche und für den Oberharz fast ungewöhnliche Herbstwetter mitgeholfen, dass sehr zur Motivation beigetragen hat. In vielen längeren Einheiten mit allen Trainingsmitteln habe ich noch einmal viel für die Grundlage getan und kann mir jetzt noch einmal ein paar Tage mit reduziertem Training gönnen, bevor es darum geht, fit für die ersten Wettkämpfe zu werden. Also besteht diese Trainingswoche aus ganz lockeren Einheiten auf Rollern und zu Fuß und auch zweimal Fußball in der Halle :-) Schließlich soll der Spaß am Training ja auch nicht zu kurz kommen. Im Gegensatz zu den Vorjahren fühle ich mich momentan sehr gut und musste auch des öfteren von meinem Trainer etwas gebremst werden, denn man darf es natürlich im Training nicht übertreiben, wenn man nicht im Winter platt sein möchte. Auch im Schießen ist die Sicherheit wieder vollkommen zurückgekehrt und ich fiebere den ersten Schneekilometern richtig entgegen. Schließlich sind viele meiner Mitstreiter momentan schon auf dem Dachstein unterwegs und es kribbelt schon unter den Füßen, wenn man daran denkt. Dennoch bin ich fest davon überzeugt, dass die Entscheidung, nicht mit auf den Gletscher zu fahren richtig war und Erholung und Gesundheit letztendlich wichtiger sind. Ich rechne nun in den kommenden Tagen mit einer genauen Information, wie die weitere Vorbereitung ablaufen soll, beziehungsweise ob und wo schon genügend Schnee zum Trainieren liegt. Wenn ich da etwas Definitives erfahre, werde ich das natürlich gleich mitteilen. Bis dahin noch ein paar schöne Tage!
10.10.2005:
Jetzt ist der Sommer wohl endgültig Vergangenheit und man kann sich langsam wieder an kältere Temperaturen gewöhnen und sich auf die kommende Wintersaison einstellen. Doch momentan ist das Wetter ja einfach traumhaft und macht jede Trainingseinheit bei der herrlich kühlen Herbstluft zum Genuss. Deshalb habe ich mir letzte Woche auch noch einmal mein Rennrad geschnappt und habe meine vielleicht letzte Einheit auf dem Bike absolviert. Ansonsten ging es wieder viel auf die Skiroller und mit Turnschuhen in den Wald. Alles bei moderatem Tempo und dafür etwas länger. So werden dann wohl auch die nächsten zwei Wochen aussehen, da ich noch einmal große Umfänge absolvieren will, um eine gute Grundlagenausdauer in den Winter mitzunehmen. Nach der Deutschen Meisterschaft habe ich mich sehr gut erholt und gehe frisch in die Wintervorbereitung, die hoffentlich dann auch bald mit den ersten Schneekilometern verbunden ist. Da ich ja wie angekündigt nicht mit auf den Dachstein fahren werde muss ich aber auf das Wetter vertrauen und hoffe, dass es Anfang November irgendwo in Europa ein paar Flecken Schnee zu finden gibt. Meine Schießform ist glücklicherweise auch wieder auf einem normalen Level, was mich einerseits freut, andererseits aber auch irritiert, da ich mir die Misere bei den Deutschen Meisterschaften immer noch nicht ganz erklären kann. Aber das ist nun auch abgehakt und ich hoffe, dass es im Winter umso besser klappt. Mein Bruder Basti hatte am vergangenen Wochenende bei der Herbstleistungskontrolle der Jugend in Oberhof auch eine sehr gute Form und konnte mit Platz sieben im Sprint und fünf im Einzel sehr zufrieden sein. Auch auf diesem Wege nochmal herzlichen Glückwunsch dazu. Ergebnisse davon gibt es unter www.wsv-oberhof.de Ich werde jetzt mal wieder los zur nächsten Trainingseinheit und locker ein wenig klassisch laufen, nachdem heute morgen eine etwas härtere Kraftausdauereinheit auf dem Plan stand. Also bis bald!
P.S.: Ich habe auch ein paar Fotos von den Deutschen Meisterschaften online gestellt!
27.9.2005:
So, nun ist auch die Deutsche Meisterschaft wieder Vergangenheit. Leider hatte ich während der letzten zwei Wochen keine Möglichkeit, euch Neuigkeiten zu präsentieren, da ich keinen Internetzugang finden konnte. Deshalb nun eine Zusammenfassung der ereignisreichen Tage. Zunächst stand in Ruhpolding mit dem Sprint die erste Bewährungsprobe auf dem Programm und ich war schon ziemlich aufgeregt, da ich ja nicht wusste, ob die Vorbereitung den erhofften Effekt gebracht hatte. Leider brach ich mir gleich am ersten Anstieg einen Stock und musste auch insgesamt viermal in die Strafrunde, aber zumindest die läuferische Verfassung stimmte und das machte mich zuversichtlich für die kommenden Wettkämpfe. Am nächsten Tag war der Verfolgungswettkampf, bei dem ich wieder in hervorragender Laufform war, aber mit insgesamt sechs Fehlern wieder eine bessere Platzierung verpasste. Diese Schießmisere, die ich mir auch jetzt noch nicht erklären kann setzte sich auch in den folgenden Wettkämpfen fort. In Altenberg stand zunächst der Einzelwettkampf über 20 km an, bei dem ich mich absolut super fühlte und mit über einer Minute Vorsprung die beste Laufzeit erreichte, was trotz abermaligen sechs Fehlern noch zum zweiten Platz bei den Junioren reichte. Die anschließende Mixstaffel war für mich eigentlich eher zweitrangig und ich konzentrierte mich schon auf den Massenstart in Oberhof, für den ich mir einiges vorgenommen hatte. Wie auch schon in Ruhpolding und Altenberg hatten wir in Oberhof traumhaftes Wetter und ich ging hochmotiviert an den Start meines Lieblingsrennens. So lief ich die erste Runde an der Spitze des Juniorenfeldes und konnte mein Tempo vorgeben, doch am Schießstand wurden meine Hoffnungen auch hier wieder zerstört, da ich gleich mit drei Fehlern anfing, zu denen noch sieben in den darauffolgenden Schießeinlagen hinzukamen. Im Nachhinein hätte ich also an diesem Tag auch im Bett bleiben können ;-), aber zumindest die Laufzeiten passten. In der abschließenden Staffel konnte ich als Startläufer noch einmal einen guten Wettkampf zeigen und bin insgesamt doch recht zufrieden mit den Ergebnissen der Wettkämpfe, da ich in der Gesamtwertung der Junioren einen guten zweiten Platz belegen konnte und mich somit für die ersten Europacups qualifiziert habe, was mir die Chance auf die Teilnahme an der Juniorenweltmeisterschaft in den USA im Januar erhält. Mit den Schießergebnissen kann ich natürlich nicht zufrieden sein und werde in den kommenden Wochen versuchen, eventuelle Fehler zu finden und diese abzustellen. Dabei bin ich aber recht zuversichtlich, da ich denke, dass man sicher das Schießen nicht so schnell verlernt ;-) Die Laufform stimmt mich auf jeden Fall optimistisch und bestätigt meine Vorbereitung. Jetzt werde ich erstmal eine Woche reduziertes Training einbauen und dann im Oktober noch einmal viel für die Ausdauer tun, bevor es im November dann nach Schweden geht, falls es die Schneelage zulässt. Den eigentlich obligatorischen Gletscherlehrgang auf dem Dachstein werde ich in diesem Oktober auslassen, da ich in den letzten drei Jahren jedes Mal krank geworden bin, weil mein Körper die Höhenluft nicht so gut verträgt. Darum verzichte ich dieses Jahr darauf und hoffe, gesund in die Wintersaison zu staren. Soviel zu neuesten Stand der Dinge. In der nächsten Zeit werde ich mich sicher öfter melden und auch versuchen, Fotos von der Deutschen Meisterschaft online zu stellen. Bis bald!
P.S: Hier gibt es die Ergebnislisten der Deutschen Meisterschaften!